Psychotherapie

Gestalttherapie sowie Brainspotting und EMDR sind keine von den Krankenkassen erstattbaren Verfahren. Obwohl ich Psychologe bin, basiert meine Erlaubnis zur Ausübung der Psychotherapie auf Grundlage des Heilpraktikergesetzes (HPG). Eine Abrechnung über die Krankenkasse ist nur in Ausnahmefällen möglich. Nähere Infos finden sie unter Preise

Was ist Gestalttherapie?

Als dem Begründer der Gestalttherapie, Fritz Perls, einmal von einer Journalistin diese Frage gestellt wurde, gab er ihr anstelle einer Antwort die Gelegenheit, Gestalttherapie zu erfahren, statt zu versuchen, es ihr zu erklären (Interview lesen). Dies tat er nicht ohne Grund. Einmal weil Perls es hasste zu theoretisieren, aber auch, weil es nicht leicht ist, diese besondere Art der Therapie zu beschreiben, denn sie ist eine Therapie des Erlebens und Erfahrens. Auch mir stellt sich nun dieses Problem und ich werde versuchen mich kurz zu fassen. Einen weiteren Einblick in die Gestalttherapie bildet dieses Video.

„Veränderungen finden von allein statt. Wenn wir tiefer in das eindringen, was wir sind, wenn wir akzeptieren, was da ist, kommen die Veränderungen von allein. Das ist das Paradoxon der Veränderung.“ (Fritz Perls)

Ein zentraler Aspekt der Gestalttherapie ist die Erfahrung, dass Heilung dann passiert, wenn wir uns selbst ganz annehmen, so wie wir sind. Es geht nicht darum, sich „auszutherapieren“. Es geht zunächst darum, Achtsamkeit für die Situationen zu entwickeln, in denen man sich gegen seine eigentlichen Impulse stellt und sich selber verrät. In diesem Erkennen und Annehmen liegt die Basis zur Veränderung, die dann „von ganz allein“ stattfindet. Diese Grundhaltung liegt allen meinen Arbeitsweisen zugrunde. Brainspotting und EMDR sind dabei sehr effiziente "Werkzeuge", die sich hervorragend in diese Haltung integrieren.

Brauche ich dann dazu einen Psychologen?

Theoretisch ist jeder in der Lage, sich mit den meisten Themen selber zu unterstützen. Manchmal ist es jedoch sinnvoll, sich bei der Selbstbetrachtung begleiten zu lassen. Gerade bei schweren emotionalen Themen und Traumata ist eine Begleitung durch einen erfahrenen Therapeuten sinnvoll. 

Mein Ziel ist es, eine Therapie so kurz wie möglich zu halten und jeden meiner Klienten mit den Fähigkeiten auszustatten, gut für sich selber zu sorgen. Hierzu dienen vor allem Übungen und Anregungen, die ich den Klienten mit nach Hause gebe. Meine Aufgabe als Psychologe innerhalb der Sitzungen sehe ich vor allem darin, der "Scheinwerfer" zu sein - also den Fokus auf bestimmte Bereiche zu lenken und den Prozess empathisch und unterstützend zu begleiten.

Was will ich wirklich? Und vor allem: was nicht?

Jedes mal wenn uns im Leben ein „Ich muss“ begegnet, sollten wir dieses hinterfragen: „Wer sagt, dass ich muss? Muss ich wirklich?“

In der Gestalttherapie wird davon ausgegangen, dass nur Du selber weißt, welches Handeln für dich „richtig“ und welches „falsch“ ist. Gestalttherapie unterstützt Dich, besser in Kontakt mit Deiner eigenen inneren Gewissheit zu kommen und Dein Leben nicht nach Erwartungen im Außen auszurichten.

Oft hängen wir in unseren Verhaltensweisen jedoch noch in sehr alten Mustern fest, die sich in der Kindheit zwar als Strategie bewährt haben, heute jedoch nicht mehr notwendig sind. In meiner Arbeit versuche ich, dich auf diese Muster aufmerksam zu machen, damit Du sie erkennst und verändern kannst. Dies ist eine Voraussetzung um zu Deiner eigenen Wahrheit zu kommen und nicht mehr aus dem "inneren Kind" heraus zu agieren.

Viele dieser Muster lassen sich mit Brainspotting oder EMDR auflösen.  

Gestalttherapie betont das Erleben der Gegenwart. Das Hier & Jetzt beinhaltet alles, was ich bisher erlebt habe und bestimmt, wie ich mich zu dem verhalte, was noch auf mich zukommt. Oft hängen wir an Vergangenem so sehr, dass es uns im aktuellen Leben blockiert. Gestalttherapie interessiert sich weniger für das „Warum?“ der Vergangenheit, sondern schaut sich lieber das „Wie?“ des Moments an.

„Wie stehe ich mir selbst im Weg? Wie verhindere ich, dass zu tun, was ich eigentlich will?“ "Wie verhindere ich Kontakt?".

„Du kannst nur schwer beeinflussen, was Dir im Leben widerfährt, aber Du hast immer die Wahl, zu entscheiden, wie Du Dich dazu verhältst“.

Um Achtsamkeit und Verantwortung für das eigene Handeln zu erhöhen bedient sich die Gestalttherapie diverser Techniken. Diese hier im einzelnen aufzuführen würde den Rahmen sprengen. Weitaus zentraler als die Techniken ist jedoch die Haltung des Gestalttherapeuten, jeden Menschen in seiner Einzigartigkeit das Leben zu betrachten, zu respektieren und dem Klienten keine Verhaltensvorschriften zu machen oder über Richtig und Falsch zu urteilen. Ich sehe mich als Dein Begleiter auf deinem Weg, mehr Bewusstsein für dich selbst zu entwickeln. Es gilt im direkten Kontakt zu mir, im Hier und Jetzt kannst Du erfahren wo Du Dir selber im Weg stehst und nicht im Einklang mit deinen wirklichen Bedürfnissen handelst. Ziel ist, Dir auf allen Ebenen – Körper, Geist und Seele erfahrbar zu machen wo und wie dein Kontakt zu Dir selbst und zu anderen blockiert ist, um über dieses Bewußtsein in Veränderung zu kommen.

Das Gehirn hat, wie der Rest des Körpers auch, eine immense Selbstheilungstendenz. Brainspotting und EMDR unterstützen diese und beschleunigen dadurch Heilungsprozesse stark.




Was bedeutet integrative Therapie?

Die Gestalttherapie, wie sie Fritz Perls gegründet hat, hat sich als eine sehr wirksame Methode gezeigt und kann ein Werkzeug zur Selbstheilung sein. Sie wird jedoch noch weitaus intensiver durch die Kombination mit bewährten körperpsychotherapeutischen Methoden, sowie EMDR und Brainspotting.
Wir leben in einer sehr kopflastigen Welt und den meisten von uns fällt es schwer den Signalen des Körpers noch Raum zu geben. Körperpsychotherapie bietet eine Möglichkeit, wieder tiefer in Kontakt mit unserem Körper und der uns innewohnenden Weisheit zu kommen.

„Der Körper lügt nicht.....“

Jedes Ereignis unseres Lebens hinterlässt eine Spur in unserem Körper. Dramatische Ereignisse aber auch chronische wie zum Beispiel Stress, chronische Erkrankungen und anderes, äußern sich in Verspannungen, Fehlhaltungen, Schmerzen (z.B. Migräne).
Über Massagen, Atemtechniken, Haltungsübungen etc. bekommen wir wieder Zugang zu Themen, die unser Bewusstsein längst vergessen, der Körper aber noch immer gespeichert hat. Über die Bewusstwerdung besteht die Möglichkeit sich nun dauerhaft heilsamer sich selbst und seinem Körper gegenüber zu verhalten.
Die Körperpsychotherapie aber auch Brainspotting und EMDR sind unterstützende Werkzeuge um auf sanfte Weise wieder tiefer mit sich selbst und seiner Gefühlswelt in Kontakt zu kommen, Ängste abzubauen und sich wieder ganz zu fühlen.

Je nach Thema und Person kommen in der Therapie auch Entspannungsübungen, Focusing, Massagen, Atemübungen oder auch Achtsamkeitsübungen zur Anwendung.

Dabei ist immer der Wunsch des Klienten im Vordergrund, keine Übung, keine Technik geschieht ohne das Einverständnis des Klienten!

Spiritualität

Wer sich auf einen tiefen Prozess mit sich selber einlässt wird oft auch mit Fragen in spirituellen Dimensionen konfrontiert. „Wer bin ich?“ „Worum geht es eigentlich wirklich?“. Auch wer dem Tode nahe war, oder sich mit einem baldigen Sterben konfrontiert sieht, wer über Verluste von nahe stehenden Menschen mit dem Tod in Kontakt kommt, wird sich eventuell Fragen stellen, deren mögliche Antwort über übliche Erklärungen hinaus geht. Auch diese Aspekte der Auseinandersetzung finden ihren Raum in der integrativen Gestalttherapie wenn der Prozess den Klienten an diese Fragen führt.
Auf meinem eigenen Weg ist mir deutlich klar geworden, dass wir viel mehr sind, als wir zu sein glauben. Unsere größten Beschränkungen auf dem Weg zur Freiheit entstehen durch unsere Erziehung und gesellschaftlichen Konformitätsdruck.
Haben wir diese Ebenen erst einmal erkannt und transformiert entsteht Raum für eine Entwicklung ausserhalb des Egos. Dies ist ein spiritueller Prozess im ursprünglichen Sinne, ein Prozess, der Dich direkt an deine eigene Wahrheit bringt.